Medizinische Bäder

Medizinische Bäder bezeichnen eine Reihe von therapeutischen Anwendungen, die zu den Physikalischen Therapien gehören. Es handelt sich um Anwendungen in verschiedenen Wässern oder flüssigen Substanzen, die heilende...

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Medizinische Bäder

Medizinische Bäder bezeichnen eine Reihe von therapeutischen Anwendungen, die zu den Physikalischen Therapien gehören. Es handelt sich um Anwendungen in verschiedenen Wässern oder flüssigen Substanzen, die heilende Wirkungen oder Eigenschaften haben und sich auf Gewebe und Körper auswirken. Diese Bäder können sowohl von Ärzten als auch von Physiotherapeuten verordnet werden.

Zu unterscheiden sind die Bäder der Balneologie und die Bäder der Hydrotherapie. Die Balneologie wird auch die Bäderheilkunde genannt und ist eine eigenständige Lehre, die sich mit der therapeutischen Anwendung von Bädern befasst, aber auch Trinkkuren und Inhalation gehören dazu.  Die Hydrotherapie, zu der zum Beispiel einige Anwendungen von Kneipp gehören, zählt zu den Naturheilverfahren. Die medizinischen Bäder der Balneologie werden immer mit Wasser und Substanzen durchgeführt, die einen Mineralgehalt aufweisen und meist aus Heilquellen stammen. Die Hydrotherapie verwendet normales Wasser.

Bekannte Bäderarten

Medizinische Bäder können bei einer Vielzahl von Beschwerden helfen, da eine Fülle an verschiedenen Bädern mit teils unterschiedlicher Wirkungsweise existieren. Meistens werden Bäder bei Rheumaleiden, Hauterkrankungen, Problemen der Durchblutung und Herz-Kreislaufstörungen eingesetzt. Zu den bekanntest Bädern gehören:

Das Solebad ist ein Bad mit Wasser, das einen Salzgehalt von bis zu 6% aufweist und ist normalerweise in der Balneologie und in der Physiotherapie bekannt.  Es kann sich sowohl um Teilbäder als auch um Vollbäder handeln. Meist wird warmes Wasser verwendet, weshalb Solebäder auch bei Kreislaufbeschwerden helfen können. Salzhaltige Bäder werden aber vor allem bei Hauterkrankungen wie Akne und Ekzeme angewendet. Auch Beschwerden, die durch Rheuma Erkrankungen entstehen, können durch Solebäder gelindert werden. Durch den Salzgehalt im Wasser kann die Haut außerdem auf eine Ultraviolett-Therapie vorbereitet werden, da der Salzgehalt auf die Hornschicht einwirkt. Durch die Wärme entsteht zusätzlich salziger Dampf, der über die Atmung in den Körper gelangt. Daher werden Solebäder auch als Inhalationsbäder angewendet.

Die Schwefelbäder wirken antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzlindernd und fördern die Durchblutung der Haut. Behandelt werden mit Schwefelbädern zum Beispiel Neurodermitis, Psoriasis und Gelenkerkrankungen. Auch auf Stoffwechsel und Abwehrkräfte haben Schwefelbäder positive Auswirkungen. Die Schwefelverbindung dringt über die Haut ein und wirkt so auf den gesamten Organismus. Ein Schwefelbad hat eine Temperatur zwischen 35 und 38 Grad, dauert meist um die 20 Minuten und wird mehrmals angewendet. Nach dem Bad wird der Körper gründlich gereinigt. Das schwefelhaltige Heilwasser sollte natürlichen Ursprungs sein und neben der Schwefelverbindung auch Mineralien enthalten. Um als therapeutisch wirksam anerkannt zu sein, muss das Wasser mindestens ein Gramm Schwefel pro Liter Wasser enthalten.

Moorbäder werden meist bei einer Peloidtherapien angewendet. Die Peloidtherapie gehört zur Balneologie und basiert auf der Verwendung von Schlämmen und Heilerden. Meist werden diese für Bäder mit Wasser vermischt oder als Packungen und Wickel direkt auf die betroffenen Körperstellen aufgelegt. Bei einem Moorbad wird Badetorf verwendet, ein natürlicher Schlamm, der aus Mooren gewonnen wird. Es gibt sowohl Naturmoorbäder als auch Moorbäder für Wannen in den Wellness- und Kureinrichtungen.  Der Torf kann bis zu 40°C warm sein. Die Wirkung dieser Anwendung ist von der genauen Temperatur sowie der organischen Zusammensetzung des Moors abhängig. Moorbäder können bei chronischem Rheuma helfen, bei Entzündungen des Verdauungstraktes, aber auch bei Stoffwechselstörungen. Häufig werden sie außerdem als Behandlung nach Verletzungen des Bewegungsapparates eingesetzt.

Bewegungsbäder finden in normalem Wasser statt, das keine bestimmten Heilwirkungen hat. Bewegungsbäder wirken daher nicht über die Mineralien oder Stoffe, die im Wasser enthalten sind, sondern gehören zur Physiotherapie. Patienten, die unter Schmerzen leiden, können sich im Wasser leichter und schmerzfreier bewegen und die Gelenke werden weniger beansprucht. Daher werden Bewegungsbäder vor allem für den Wiederaufbau geschwächter Muskeln eingesetzt.

Kohlensäurebäder sind mit CO2 versetzt und fördern maßgeblich die Durchblutung. Sie werden daher meist bei Durchblutungsstörungen verordnet, aber auch chronische Venenschwäche oder Erkrankungen des Herzes werden mit CO2 Bädern behandelt. Die Badedauer eines Kohlensäurebades wird mit der Zeit erhöht. Zu Beginn befindet man sich um die 8 Minuten im Wasser. Die Dauer kann bis auf 15 Minuten erhöht werden.

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